BCKategorie 13.05.2015 11:57:52 Uhr

Allgemeine Informationen zum Versicherungsschutz

Grundsätzlich gilt: Wer einen Schaden verursacht, muss dafür haften. Dies gilt auch für Ehrenamtliche. Die geschädigte Person bzw. gesetzliche Vertreter entscheiden, an wen sie Schadensersatzansprüche stellen: an den Ehrenamtlichen, den Träger oder evtl. an beide.

Ehrenamtliche haften selbst nur eingeschränkt, sofern sie einen sogenannten Drittschaden verursacht haben. Dafür besteht in der Regel ein Freistellungsanspruch gegen die in voller Höhe haftende Trägerorganisation. Ausnahme davon besteht nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.

Unfallversicherung
Wer sich ehrenamtlich engagiert, ist in der Regel durch die gesetzliche Unfallversicherung bzw. über den Träger bzw. die Organisation abgesichert.

Haftpflichtversicherung
Der Einzelne kann und sollte sich privat gegen Schadenersatzansprüche schützen.
Ehrenamtliche in Vereinen sollten über eine gesonderte Betriebs- oder Vereinshaftpflichtversicherung gesichert sein. Für sonstige freiwillige Tätigkeiten, die nicht mit einer besonderen Verantwortung verbunden sind, besteht in der Regel Versicherungsschutz durch die private Haftpflichtversicherung.

Bayerische Ehrenamtsversicherung
Seit 01.04.2007 besteht eine Sammel-Haftpflicht- und eine Sammel-Unfallversicherung.
Die Versicherung ist antrags- und beitragsfrei. Die Kosten trägt der Freistaat Bayern.
Hier gilt: Dieser angebotene Versicherungsschutz ist nachrangig. Das heißt, eine anderweitig bestehende Haftpflicht- oder Unfallversicherung (gesetzlich wie privat) geht im Schadensfall der Landesversicherung vor.
(Quelle: Flyer Bayerische Ehrenamtsversicherung Stand: Dezember 2013)

"Nähere Informationen erhalten Sie hier: www.stmas.bayern.de/ehrenamt/versicherung/faq.php.

Bitte wenden Sie sich in Einzelanfragen direkt an die Bayer. Versicherungskammer.